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FAQ - Häufig gestellte Fragen

Können rein rechtlich ausnahmslos alle Einträge, Fotos, Filme und persönlichen Daten aus dem Internet gelöscht werden?

Nein. Die Löschung von unangenehmen Internet-Spuren ist nicht in jedem Fall möglich. Betreiber von Internetseiten sich rechtlich nicht dazu verpflichtet. Allerdings lässt sich durch die richtige Verhandlungsstrategie in den meisten Fällen eine Löschung durchsetzen. Sollte die Durchsetzung einer Löschung rechtlich unmöglich sein, so bieten wir Ihnen eine positive Gegendarstellung an.

Ist ein komplettes Löschen von Internet-Daten rein technisch überhaupt möglich?

Sogenannte "Wayback Machine" (Zeitmaschinen) erstellt regelmäßig eine Kopien des Internets weltweit. Diese werden gespeichert und archiviert. Die gespeicherten Internetseiten können in verschiedenen Versionen abgerufen werden. Daten lassen sich so Jahre später wiederfinden und bleiben der Öffentlichkeit zugänglich. Dies gilt auch für Inhalte, die von Urhebern nicht mehr vertreten werden und für rechtswidrige Inhalte wie üble Nachreden.

Überlisten kann man die Zeitmaschinen allerdings indem man eine entsprechende robots.txt-Datei im Stammverzeichnis der Domain hinterlegt.

Können Daten nach dem Löschen wieder auftauchen?

Viele Internet-Daten werden in Caches (Pufferspeicher, Zwischenspeicher) gespeichert. Möglicherweise können dort ältere Informationen zurückbleiben und nach längerer Zeit wieder auftauchen.

Gibt es eine Rechtsgrundlage für Verteidigung und Löschung?

Ja. Beleidigungen, üble Nachreden und Verleumdungen, §§ 185ff. StGB. sind strafbar. Vorausgesetzt ist, dass ein Dritter unwahre Tatsachen behauptet bzw. verbreitet. Ist der Ausdruck von Missachtung oder Nichtachtung ehrverletzend, so handelt es sich um einer strafbare Äußerung.

Beleidigung kann die Verwendung von Fäkalbegriffen sein, ehrverletzende Äußerungen, herabwertendes ansprechen einer Person mit „Du“, also die Herabsetzung des gesellschaftlichen Status in ehrverletzender Weise.

Beispiel: In der Bewertung eines Online-Auktionshaus nennt der Käufer den Verkäufer einen „Lügner“. Als Grund gibt er eine späte Lieferung an. Es ist abhängig von der Formulierung, ob es möglicherweise eine Beleidigung „so ein Lügner“, oder eine Verleumdung „dieser … ist ein Lügner“ ist. Es handelt sich um eine Verleumdung, wenn dem Verkäufer untergestellt wird, Straftaten begangen zu haben. Wird der Begriff „Betrüger“ rufschädigend verwendet, so ist es eine Beleidigung.

Unhöflichkeiten oder Taktlosigkeiten sind nicht strafbar.

Welche Arten von Inhalten können nicht aus dem Internet gelöscht werden?

Veröffentlichungen, die der Meinungs- und Pressefreiheit unterliegen wie z.B. Nachrichten, sind schwer zu löschen. Sollte eine Löschung aussichtslos sein, so werden Sie die Reputation-Defender vorher informieren.

Wie lange dauert eine Löschung?

Die Löschung von Einträgen ist individuell unterschiedlich. Je nachdem in welcher Plattform des Internets der Eintrag steht.

Wo und in welcher Form werden die Recherche-Ergebnisse gespeichert?

Die Daten werden gesichert und nicht an Dritte weiter gegeben. Die Reputation-Defender bieten Ihnen alle Dienste ohne Offenlegung Ihrer Identität an. Lesen Sie dazu auch die Datenschutzerklärung.

Kann ich selbst nach Einträgen, Fotos, Filmen und persönlichen Daten suchen?

Ja, aber um wirklich sicher gehen zu können, ist eine professionelle Suchstrategie in unterschiedlichen Internet-Plattformen unbedingt erforderlich. Viele Daten sind mit herkömmlichen Suchmaschinen nicht zu finden. Die Reputation-Defender verfügen über die nötige Erfahrung, das Fachwissen, können das Ergebnis analysieren und in einem Bericht zusammenfassen. Die Komplexität erfordert eine professionelle Suchstrategie in den unterschiedlichen Plattformen des Internets. Die Aussagekraft einer unprofessionellen Recherche ist in entscheidenden Situationen sehr eingeschränkt.

Wer kann Daten von mir im Internet anschauen?

Im Prinzip jeder: Arbeitskollegen, Vermieter, Nachbarn, Partner, Eltern, Kinder, Arbeitgeber.

Über zwei Drittel aller Arbeitgeber suchen vor einem Vorstellungsgespräch im Internet Informationen über den Bewerber. Das ist keine Zukunftsvision sondern gängige Praxis. Bilder im alkoholisierten Zustand oder zwielichtige Vorlieben können der Grund für eine Absage sein.

Was kann Unerwünschtes über mich im Internet stehen?

Das können alte Einträge aus der Schulzeit sein, die Sie schon längst vergessen haben. Das können aber auch Einträge Dritter sein, von denen Sie nichts wissen. Solche Einträge können arglos eingestellt worden sein oder vorsätzlich, um Sie bewusst zu schädigen.

Beispiele:

  • Ein Ex-Partner verbreitet aus Rache unangenehme Details aus dem Nähkästchen
  • Ihr Kind verschickt ahnungslos private Bilder an Unbekannte und gibt persönliche Details weiter.
  • Sie waren mal freizügig mit Informationen oder Meinungen, noch bevor Sie ahnten wie weit verbreitet das Internet heute mal sein wird. Es kursieren Jugendsünden, Vergessene Einträge
  • Es existieren hochprozentige Suffbilder von einer Geburtstagsfete, Betriebsfeier oder Party, die von Ihnen, Ihren Lieben oder Dritten ins Internet gestellt wurden.
  • Sie haben mal eindeutige oder zweideutige Hinweise auf Drogenkonsum in Blog-Einträgen gegeben.
  • Es existieren unerwünschte Bewertungen in Online-Auktionshäusern.
  • Sie werden mit zwielichtigen Vorlieben in Zusammenhang gebracht.
  • Internetmobbing - Sie werden von Personen im Internet gemobt.

Wo wird überall nach Spuren gesucht?

Folgende Internet-Portale und -Plattformen durchsuchen die Reputation-Defender für Sie:

  • Soziale Netzwerke wie MySpace, Facebook, LiveJournal, StudiVZ
  • Berufliche Netzwerke wie Xing
  • Foto-, Video- und Audio-Plattformen wie Flickr und YouTube
  • Blogs (Internettagebücher)
  • Diskussionsforen
  • Chatrooms
  • Online-Shops
  • Online-Auktionshäusern
  • Nachrichtenquellen
  • und weitere öffentlich zugänglichen Seiten

Mit Unterstützung durch: www.anwalt-h.de anwalt in H wie Hannover. 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Unterlassungsanspruch Falschbewertung ebay-Bewertung Beseitigungsanspruch Beleidigung Foreneintrag ex-Freundin veröffentlicht private Bilder Unterlassung Wortberichterstattung Presserecht Bewertungsrecht Beleidigung Schmähkritik Reputation Image guter Ruf Internet Beleidigung im Internet Datenschutz Recht Datenschutzrecht im Internet. Der Kläger bot über das Internet-Auktionshaus eBay verschiedene Fahrzeugteile aus einem ausgeschlachteten Pkw Opel Corsa A (Baujahr 1992) zum Verkauf an, darunter einen linken Blinker und einen rechten Scheinwerfer. Während die von dem Kläger in das Internet gestellte Produktbeschreibung des Scheinwerfers keinen Hinweis auf Mängel oder übermäßige Gebrauchsspuren enthielt (Blatt 8 GA), war hinsichtlich des Blinkers unter anderem folgendes vermerkt (Blatt 6 GA):„Blinker in gutem Zustand. (...) 2 kleine Ecken fehlen an dem Teil. Funktion aber nicht eingeschränkt". Der Beklagte ersteigerte beide Fahrzeugteile am 08.10.2003 und zwar den Blinker (Kauf Nr. ...) zu einem Preis von 1,00 € und den Scheinwerfer (Kauf Nr. ...) zu einem Preis von 28,80 € zuzüglich Versandkosten. Nach Zusendung der beiden Artikel durch den Kläger veröffentlichte der Beklagte am 16.10.2003 in dem Bewertungsforum der Handelsplattform eBay für beide Artikel wortgleich eine Beschwerde mit dem folgenden Text. „Artikel war defekt, davon stand nichts in der Beschreibung." Der Kläger behauptet, dass der rechte Scheinwerfer in ordnungsgemäßen Zustand an den Beklagten verschickt worden sei. Auf die marginalen Beschädigungen des Blinkers sei in der Produktbeschreibung ausdrücklich hingewiesen worden. Der Beklagte behauptet, dass der ihm von dem Kläger übersandte Scheinwerfer beim Auspacken einen etwa 3 cm langen Riss in der Halterung aufgewiesen, der vor der Montage erst mit Kunststoffkleber habe repariert werden müssen. Der Blinker habe nicht nur zwei defekte Ecken, sondern auch noch einen Sprung gehabt. Die Klage hat teilweise Erfolg. 1. Der Kläger kann von dem Beklagten die aus der Urteilsformel ersichtliche Unterlassung bezüglich der Bewertung zum Kaufvertrag über das linke Blinkerglas verlangen; ein weitergehender Unterlassungsanspruch wegen der Bewertung bezüglich des Kaufvertrages über den rechten Scheinwerfer steht ihm nicht zu. a.) Der Unterlassungsanspruch stützt sich auf die entsprechende Anwendung der §§ 1004, 823 BGB, aber auch auf einen Schadenersatzanspruch gemäß §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 6 Ziffer 3 der bei Vertragsschluss gültigen AGB –ebay. Bei Abschluss eines Kaufvertrages über das Internet-Auktionshaus eBay unterwerfen sich Käufer und Verkäufer den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Handelsrichtlinien, welche die Firma eBay für die Benutzung ihrer Handelsplattform aufgestellt hat. Nach § 6 Ziffer 3 AGB-eBay ist jeder Benutzer insbesondere verpflichtet, bei Benutzung des Bewertungssystems ausschließlich wahrheitsgemäße Angaben zu machen, das Gebot der Sachlichkeit zu beachten und sich der Schmähkritik zu enthalten. Diese Grundsätze wirken sich auch unmittelbar auf das Vertragsverhältnis zwischen Käufer und Verkäufer aus, so dass die Beobachtung der von der Firma eBay aufgestellten Verhaltensgrundsätze bei der Benutzung des Bewertungssystems jedem Vertragsteil als Nebenpflicht im Sinne von § 241 Abs. 2 BGB obliegt. Verstoßen Käufer oder Verkäufer bei der Abgabe einer Bewertung gegen diese Verhaltensregeln, kann der andere Vertragsteil aus dem Gesichtspunkt des Schadenersatzes Naturalrestitution in Form der Unterlassung der fortdauernden Beeinträchtigung durch die beanstandete Bewertung im Bewertungssystem der Firma eBay verlangen. Verlangt der Verkäufer die Unterlassung einer in der Bewertung des Käufers enthaltenen Tatsachenbehauptung mit der Begründung, diese Behauptung enthalte – entgegen den Richtlinien der Firma eBay für die Benutzung ihres Bewertungssystems – wahrheitswidrige Angaben, muss der Verkäufer für die Unwahrheit der von die Käufer in die Bewertung eingestellten Tatsachenbehauptung den vollen Beweis führen (vgl. LG Düsseldorf v. 18.02.2004, MMR 2004, 496). Diese Verteilung der Beweislast ergibt sich aus den allgemeinen Grundsätzen, die in der Rechtsprechung für den Wahrheitsbeweis von Tatsachenbehauptungen im Rahmen eines Unterlassungsbegehrens entwickelt worden sind. Zwar ist im Ausgangspunkt nach dem Rechtsgedanken des § 186 StGB für den Wahrheitsgehalt einer in Bezug auf den Unterlassungskläger aufgestellten Tatsachenbehauptung der Unterlassungsschuldner beweispflichtig; die Beweislast kehrt sich aber um, wenn der Unterlassungsbeklagte ein berechtigtes Interesse an der Verbreitung der Tatsache nachweisen kann. In diesem Fall obliegt es dem Unterlassungskläger, die Unwahrheit der in Bezug auf ihn behaupteten Tatsache zu beweisen (vgl. OLG Celle v. 10.01-2002 OLGR 2002, 211, 212). Unter den hier obwaltenden Umständen kann dem Beklagten ein berechtigtes Interesse der Verbreitung von solchen auf die Leistung des Klägers bezogen Tatsachen nicht abgebrochen werden. Das Internet-Auktionshaus eBay fordert seine Benutzer ausdrücklich dazu auf, dass sich die Handelspartner nach Beendigung der Transaktion gegenseitig bewerten, um auf diese Weise Grundlagen für die Kaufentscheidung anderer Benutzer zu schaffen. Wer über die Handelsplattform eBay Waren oder Dienstleistungen anbietet, weiß aus diesem Grunde auch dass er sich mit seiner Leistung einer öffentlichen Äußerung seiner Vertragspartner aussetzt; diese öffentliche Äußerungen ist von den Verkäufern wegen des damit verbundenen Werbeeffektes in der Regel auch erwünscht, weil nach allgemeiner Erfahrung der über die Internetplattform eBay Handelnden Verbraucher mit einer Vielzahl von günstigen Bewertungen generell Gewähr für die Seriosität Verkäufers verbunden wird. Wer allerdings mit seiner Weise in dieser Weise auf die Öffentlichkeit tritt, muss auch mit negativen Äußerungen des Vertragspartners rechnen. Dazu kommt, dass der Verkäufer gegenüber negativen Bewertungen seiner Handelspartner nicht schutzlos ist, sondern ihm das Bewertungsform von eBay die Möglichkeit gibt, direkt und unmittelbar eine Gegenäußerung vorzunehmen. Die Belange des Verkäufers erscheinen daher generell nicht schutzwürdiger als die berechtigten Interessen des Käufers, sich in der von der Firma eBay erwünschten Weise mit einer Äußerung über die Leistung des Verkäufers an die Öffentlichkeit zu richten (vgl. LG Düsseldorf v. 19.02.2004 a. a. O.). Dementsprechend würde es Sinn und Zweck des Bewertungssystems widersprechen, wenn man dem Käufer im Streitfall die Beweislast für den Wahrheitsgehalt seiner Behauptung auferlegen würde. b.) Nach diesen Maßstäben ist der vorliegende Sachverhalt wie folgt zu beurteilen: aa.) Den rechten Scheinwerfer (eBay-Kaufvertrag Nr. ...) hat der Kläger in der Produktbeschreibung unstreitig ohne einen Hinweis auf etwaige Beschädigungen in einem guten Zustand" angeboten (Blatt 8 GA). Der Beklagte stützt seine in das Bewertungsforum eingestellten Kommentar, der Artikel sei "defekt" gewesen, auf die Behauptung, dass der Scheinwerfer einen drei Zentimeter langen Riss in der Halterung aufgewiesen habe, welche vor der Installation haben geklebt werden müssen. Diese Behauptung musste der Kläger widerlegen. Soweit sich zum Beweis der Tatsache, dass der Scheinwerfer bei der Verpackung unbeschädigt gewesen sei, auf das Zeugnis der Lebensgefährtin des Klägers berufen hat, kann diese Behauptung zu seinen Gunsten als wahr unterstellt werden. Denn maßgeblich ist allein, in welchem Zustand der Scheinwerfer sich befunden hat, als er von dem Beklagten aus der Verpackung entfernt wurde. Auf die Gefahrtragungsregel des § 447 Abs. 1 ZPO kommt es dabei nicht an. Zutreffend geht der Kläger zwar davon aus, das die Gefahr beim Versendungskauf bereits mit der Auslieferung an das Transportunternehmen auf den Käufer übergeht und die Beförderungsrisiko aus diesem Grunde beim Käufer liegt. Die Parteien streiten aber nicht darum, ob der Kläger die ihm nach dem Kaufvertrag obliegenden Pflichten erfüllt hat, sondern darum, ob die Behauptung des Beklagten, der Scheinwerfer sei „defekt" gewesen, unwahr ist. Jeder Benutzer des eBay-Bewertungssystems wird eine erkennbar rein tatsächliche Äußerung des Käufers über den „Defekt" einer Kaufsache naturgemäß auf den Zustand beziehen, den der Käufer nach Versendung der Kaufsache vorgefunden hat. Als Beweis für den Zustand des Scheinwerfers nach der Versendung stellt der in das Wissen der Zeugin ... O ... gestellte Zustand des Scheinwerfers vor der Versehung keinen tragfähigen Beweisantritt dar, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Scheinwerfer bei der Versendung beschädigt worden ist. Soweit sich der Kläger in der mündlichen Verhandlung vom 25.08.2004 auf die Vernehmung der Ehefrau des Beklagten zum Beweis für den unbeschädigten Zustand des Scheinwerfers nach der Versendung berufen hat, war dieser Beweisantrag gemäß § 495a Satz 1 ZPO nach billigen Ermessen wegen Verspätung zurückzuweisen, da der Beweisantrag trotz der durchaus nahe liegenden Beweiserheblichkeit der nunmehr in das Wissen der Zeugin .. G... gestellten Tatsache nicht so rechtzeitig vorgebracht worden ist, dass das Gericht noch prozessleitende Maßnahmen zur Ladung dieser Zeugin hätte treffen können. Die Erledigung des im Übrigen entscheidungsreifen Rechtsstreites wäre durch die Anordnung einer Beweisaufnahme nicht unerheblich verzögert worden. bb.). Anders verhält sich, soweit der Beklagte die gleiche Behauptung auch bezüglich des linken Blinkerglases (eBay-Kaufvertrag Nr. ...) in das Bewertungsforum eingestellt hat. Unstreitig hat der Kläger in der Produktbeschreibung darauf hingewiesen, dass an dem Blinkerglas zwei Ecken fehlen und aus diesem Grunde die Kaufsache nicht als unbeschädigt angeboten. Die Behauptung des Beklagten „Artikel war defekt – davon stand nicht in der Beschreibung" entspricht deshalb schon begrifflich nicht den Tatsachen. Daran ändert es auch nichts, dass der Beklagte durch Schriftsatz vom 12.08.2004 noch behauptet hat, dass das Blinkerglas zusätzlich zu den mangelhaften Ecken noch einen Sprung gehabt habe. Denn die Behauptung des Beklagten ging nicht dahin, dass das Blinkerglas über Mängel verfügt habe, die in der Beschreibung nicht angegeben waren; vielmehr entsteht bei der von dem Beklagten gewählten Formulierung bei den Benutzern des eBay-Bewertungsforums den – unrichtige – Eindruck, als sei eine beschädigte Kaufsache schlechthin als unbeschädigt angeboten worden. Insoweit liegt ein Verstoß gegen die eBay- Bewertungsrichtlinien und damit eine den Unterlassungsanspruch rechtfertigende Vertragspflichtverletzung des Beklagten vor. 2. Die Klage ist unzulässig, soweit der Kläger mit dem Antrag zu Ziffer 2.) von dem Beklagten die Vornahme geeigneter Schritte begehrt, um die streitgegenständlichen Bewertungen aus dem eBay-Bewertungssystem zu entfernen. Mit Recht rügt der Beklagte die mangelnde Vollstreckungsfähigkeit eines solchen Antrages. Grundsätzlich werden durch die Firma eBay die von den Benutzern abgegebenen Bewertungen im Bewertungssystem weder verändert noch entfernt. Eine Ausnahme bildet insoweit die einvernehmliche Rücknahme von Bewertungen, die durch übereinstimmendes Handeln der Vertragspartner online (dann bleibt die Bewertung mit einem ergänzenden Hinweis auf die Rücknahme sichtbar) oder durch Einreichung eines von beiden Parteien eigenhändig unterschriebenen Einigungsformulars per Post (dann vollständige Löschung der Bewertung). Der Antrag des Klägers könnte sich deshalb nur auf die Verurteilung zu einer nach § 894 Abs. 1 ZPO zu vollstreckende Abgabe einer Willenserklärung des Inhalts richten, dass der Beklagte seine Zustimmung zu einer einvernehmlichen Löschung der Bewertung auf einem Einigungsformular erteilt. Für einen solchen Antrag würde es allerdings an einen Rechtsschutzbedürfnis fehlen. Da der Kläger mit seinem Antrag zu Ziffer 1.) von dem Beklagten die Unterlassung der streitgegenständlichen Behauptung bezüglich des linken Blinkerglases im Bewertungssystem erwirkt hat, bedarf es einer Mitwirkung des Beklagten an der Löschung der Bewertung grundsätzlich nicht mehr, weil die Firma eBay auf der Grundlage einer vollstreckbaren gerichtlichen Entscheidung auf Antrag eines Vertragspartners die Bewertung nach einer Prüfung von sich aus löscht. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Firma eBay die Löschung der streitgegenständlichen Bewertung auf einseitigen Antrag des Verkäufers verweigern würde, wenn der Käufer dazu verurteilt worden ist, die von ihm in das Bewertungssystem eingestellten Behauptungen zu unterlassen. 3. Die prozessualen Nebenentscheidungen berufen auf den §§ 92 Abs. 1, 708 Nr. 11, 713 ZPO. 4. Die Wertfestsetzung beruht auf § 3 ZPO. Maßgeblich ist grundsätzlich das wirtschaftliche Interesse des Klägers an der Unterlassung der streitgegenständlichen Behauptungen bzw. an der Entfernung der von dem Beklagten eingestellten Kommentare im Bewertungssystem der Firma eBay. Dieses Interesse wird dadurch bestimmt, dass potentielle Käuferkreise infolge der Kenntnisnahme von einer negativen Bewertung davon abgehalten werden könnten, Gebote auf die von dem Kläger angebotenen Sachen abzugeben und diese Sachen deswegen überhaupt nicht oder nur zu einem geringeren Preis verkauft werden können. Dieses Interesse schätzt das Gericht auf nicht höher als 600,00 €. Da der Kläger ausweislich der von ihm vorgelegten Ausdrücke in größerem Umfange bei eBay handelt (419 Bewertung am 02.03.2004), fallen vereinzelt bleibende schlechte Bewertungen bei der Kaufentscheidung zukünftiger Handelspartner nach der Einschätzung des Gerichts nicht mehr gravierend ins Gewicht. Dies gilt insbesondere soweit eine negative Bewertung infolge des Zeitablaufes in der optischen Darstellung des eBay Bewertungssystem nach hinten rückt und erst durch längeres Nachblättern aufgefunden werden kann, was viele potentielle Käufer insbesondere bei geringen Geboten schon aus Bequemlichkeit unterlassen werden. Der Streitwert muss zudem auch in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert der gehandelten Waren stehen, der im vorliegenden Fall (28,80 € und 1,00 €) eher Bagatellcharakter hat. Dass der Kläger in der Regel mit Waren handelt, die einen deutlich höheren Versteigerungserlös erzielen, ist insoweit weder dargetan noch ersichtlich 1. Die Abgabe einer offenkundig sachlich nicht gerechtfertigen negativen Bewertung beim Internetauktionshaus eBay im Rahmen eines zwischen zwei Nutzern zustande gekommenen Kaufvertrags stellt eine vertragliche Nebenpflichtverletzung des Bewertenden dar, so dass der Bewertete einen Anspruch auf Zustimmung zur Löschung der negativen Bewertung aus §§ 280 Abs.1, 241 Abs.2 BGB hat. 2. Der Bewertungskommentar soll eine faire und sachliche inhaltliche Darstellung der Bewertung beinhalten. Fehlt dem Bewertungskommentar jeglicher Bezug zur Abwicklung des konkreten Kaufvertrags und den damit einhergehenden Problemen und ist der Bewertungskommentar allein abwertend ohne jegliche sachliche Begründung handelt es sich um eine sachlich nicht gerechtfertigte negative Bewertung. Dies ist nicht nur bei offensichtlich unwahren Tatsachenbehauptungen und Schmähkritik der Fall, sondern auch bei solchen Bewertungskommentaren, die so allgemein, überspitzt und schlagwörtlich gehalten sind, dass eine negative Auslegung der Bewertung zu Lasten des Bewertenden in Richtung „quasibetrügerisches“ Verhalten und entstellender Tatsachen ohne weiteres möglich ist. Mangels Trennbarkeit von Einstufung („negativ“) und Bewertungskommentar ist die komplette Bewertung zu löschen. Die Möglichkeit zur Gegendarstellung im Bewertungssystem schließt einen Löschungsanspruch bei einem Bewertungskommentar ohne konkreten sachlichen Vorwurf nicht aus, da die Gegendarstellung nur Sinn macht, wenn sie sich gegen einen konkreten sachlichen Vorwurf richtet. Antragstellerin vertreibt über das Internetauktionhaus eBay unter dem Pseudonym „xyz-de“ einen Onlineshop für Sporternährung und Fitnessprodukte. Der Antragsgegner erwarb unter dem 2.12.2003 drei Packungen „T.“, eine Nahrungsmittelergänzung für Sportler. Bei „T.“ handelt es sich um einen pflanzlichen Wirkstoff, der u.a. die körperliche Ausdauer unterstützt und das Muskelwachstum fördert. In der Produktbeschreibung hatte die Antragstellerin die Ware mit der Bezeichnung „T. - 100 Kapseln á 750 mg“ und darunter „Das höchst dosierte T. auf dem Markt“ beworben. Auf den Farbausdruck der eBay-Seite (B 1) nimmt die Kammer Bezug. Jede der Kapseln hat ein Gewicht von 750 mg. Nachdem der Antragsgegner drei Packungen erhalten hafte, beschwerte er sich bei der Antragstellerin darüber, dass in der Kapsel von dem gewünschten Wirkstoff nur 400 mg enthalten seien. Unstreitig ist in einer Kapsel weniger als 750 mg des Wirkstoffes enthalten. Im Rahmen des bei der lnternetplattform eBay üblichen Bewertungssystems, veröffentlichte eBay am 22.12.2003 aufgrund ihrer Statuten die Beschwerde des Antragsgegners auf dem Bewertungsprofil für den Verkäufer „xyz-de“ mit folgendem Wortlaut: „Beschwerde: statt der in der Werbung vorgegaukelten 750 mg T. nur 400 mg.“ Im unmittelbaren Zusammenhang, nämli. Die Bewertungen der Handelspartner sollen ein aussagekräftiges Bild von der Vertrauenswürdigkeit der Mitglieder wiedergeben. Unter anderem heißt es unter der Rubrik „Löschung von Bewertungen“:„In das Bewertungssystem fließen sowohl die positiven als auch negativen Erfahrungen ein, die andere eBay-Mitglieder mit einem Handelspartner gemacht haben. Grundlage für die Entscheidung der Mitglieder, welche Bewertung sei für zutreffend und gerechtfertigt halten, bilden die allein den Handelspartnern zugänglichen Informationen über den Verlauf der Transaktionen nach Angebotsende. unabhängiges, neutrales Bewertungssystem, das unverfälschte Bewertungsprofile abbildet, kann dies Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb vor. Die Tatsachenbehauptung des Antragsgegners sei geeignet ihr Ansehen und ihre Kreditwürdigkeit erheblich herabzusetzen. Aufgrund der Eigenart des Bewertungssystems bei eBay sei mit einer solchen sachlich unrichtigen negativen Bewertung der Vertrieb des konkreten Produkts, aber auch der Weitervertrieb sehr erschwert. Die Äußerung sei als Schmähkritik untersagungsfähig. Ferner sei die Antragstellerin in ihrer persönlichen Ehre verletzt, da der Antragsgegner ihr Betrug vorwerfe.Der Antragstellerin steht gegen den Antragsgegner ein Unterlassungsanspruch aus § 824 BGB nicht zu. einstweiligen Verfügungsverfahrens hinnehmen, dass Tatsachenbehauptungen, die nicht offensichtlich unwahr sind, bei dem vom dem Internetauktionhauses eBay vorgesehene Bewertungsverfahren veröffentlicht werden. Ein Fall einer offensichtlichen Rechtsverletzung liegt hier nicht vor. lnternetauktionhauses eBay ein spezielles Bewertungsverfahren existiert und es sich bei diesem System um ein Verkaufsforum handelt, welches Unternehmer zum Verkauf von Produkten an System, dass den Mitgliedern von eBay ermöglicht, Transaktionen zu bewerten, die sie über eBay abgeschlossen haben. Sinn und Zweck des Bewertungssystems ist es, an Hand von Bewertungen der Käufer ein aussagekräftiges Bild des Verkäufers der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es soll als Grundlage für Kaufentscheidungen anderer Käufer dienen. „Hierfür ist es notwendig, dass sich die Handelspartner im Anschluss an die Transaktionen gegenseitig bewerten“, so die Statuten von eBay. Grundlage von Bewertungen bilden die allein den Handelspartnern zugänglichen Informationen über den Verlauf der Transaktion nach dem Angebotsende. Der Informationsaustausch im Bewertungssystem und die Weitergabe von Erfahrungen mit Handelspartnern an andere Interessenten bildet eine wesentliche Grundlage in einem zum Teil anonymisierten Handel bei eBay.  mit Äußerung jeder Art konfrontiert wird. Die Antragstellerin hat sich bewusst dem Handel in der Öffentlichkeit ausgesetzt, insbesondere einem Handel über die Internetplattform eBay. Handelt indes ein Unternehmen öffentlich, um eine größtmögliche Vielzahl von Kunden zu erreichen und akquirieren zu können, so rechtfertigt dies auch grundsätzlich eine Gegenäußerung der Vertragspartner in der Öffentlichkeit. Einüberwiegendes Schutzinteresse seitens des  Bewertungssystem von eBay, dass der derjenige, der als Handelspartner mit einer Beschwerde in Form einer Äußerung konfrontiert wird, nicht schutzlos ist. Vielmehr eröffnet das Bewertungssystem von eBay dem Handelspartner die Möglichkeit, direkt und in einem unmittelbaren Zusammenhang eine Gegenäußerung vorzunehmen; somit werden schutzwürdige Belange des Handelspartners berücksichtigt. Mithin kann der Handelspartner auf die Bewertung sofort reagieren, um Driften eine eigene Bewertungsgrundlage von der Sachlage zu verschaffen. Damit wird auch dem Umstand Rechnung getragen, dass es sich wie beider Antragstellerin um eine Firma handelt, die sich unter einem Pseudonym dem Markt präsentiert und Handel betreibt. In einem solchen Fall, in dem andere Bezeichnungen einer Firma in der Öffentlichkeit zum Zwecke des Handelstreibens vom eigentlichen Geschäftsherrn benutzt werden, ist das Erfordernis einer offensichtlichen Rechtsverletzung gerechtfertigt, da nur in diesem Falle die schutzwürdigen Interessen des eigentlichen Geschäftsherrn beeinträchtigt offensichtlichen Rechtsverletzung fehlt es hier, da es sich nicht um eine unwahre Tatsachenbehauptung handelt. Ebenfalls scheidet ein Anspruch aus § 823 Abs.1 BGB i.V.m. § 1004 Abs.1 BGB aus. Ein rechtswidriger Eingriff in das Recht des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs liegt aus oben ausgeführten Gründen nicht vor. Die Antragstellerin begibt sich mit Produkten, die sie zum Verkauf anbietet, in die Öffentlichkeit. In diesem Fallmuss sie auch negative Kritik hinnehmen, zumal es an einer unwahren Tatsachenbehauptung fehlt. die Antragstellerin „gaukle“ Dritten etwas vor, rechtfertigt einen Unterlassungsanspruch nicht. keinen Unterlassungsanspruch rechtfertigen, da auch kein Fall einer „Schmähkritik“ vorliegt. Außerhalb des Wettbewerbsrecht kommt ein Unterlassungsanspruch insbesondere aus §§ 823 Abs.1, 1004 BGB nur bei falschen Tatsachenbehauptungen - hier nicht der Fall - oder bei Werturteilen, die als sog. „Schmähkritik“ zu bezeichnen sind und ausschließlich dazu dienen, den Kritisierten zu diffamieren, in Betracht (OLG Köln, MD 2004, 84, 87 - Warning). Ein solcher Fall liegt hier nicht vor. Wegen seines die Meinungsfreiheit verdrängenden Effekts ist der Begriff der Schmähkritik eng definiert. Danach macht auch eine überzogene oder gar ausfällige Kritik eine Äußerung für sich genommen noch nicht zur Schmähung. Hinzutreten muß vielmehr, daß bei der Äußerung nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht. Sie muß jenseits auch polemischer und überspitzter Kritik in der persönlichen Herabsetzung bestehen (BVerfG, NJW 1995, 3303; Prinz/Peters, Medienrecht, 1999, Rz.91). Hier basiert die Äußerung des Antragsgegners darauf, dass die Antragstellerin blickfangmäßig mit die Aussage warb Ein Anspruch aus § 823 Abs.1 i.V.m. § 1004 Abs.1 BGB scheidet ebenfalls hinsichtlich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Firma Tradingmaster aus. Die Antragstellerin beruft sich zwar auf ihr eigenes allgemeines Persönlichkeitsrecht, aber ein Eingriff in dieses liegt erkennbar nicht vor, da die Antragstellerin nicht persönlich durch Äußerungen beeinträchtigt wurde. Der Verfügungskläger sei in dem veröffentlichten Beitrag nicht als solcher erkennbar: Ein unbefangener Leser wisse nicht, um welche Person es in dem Beitrag gehe. Im Übrigen seien die dort enthaltenen Äuße-rungen durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 Abs. 1 GG und, da es sich eindeutig um eine Satire handele, durch das Grundrecht der Kunstfreiheit gem. Art. 5 Abs. 3 GG gedeckt. Die einstweilige Verfügung des LG Coburg vom 06.08.2002 ist gemäß §§ 936/926 Abs. 2 ZPO in - den wesentlichen Punkten zu bestätigen und nur insoweit aufzuheben, als dem Verfugungsbeklagten verboten wurde, zu behaupten, der Verfügungskläger wäre ein terroristischer Schläfer bzw. untersagt wurde, ein fiktives Gespräch zwischen einem Dritten und dem Verfügungskläger zu veröffentlichen. Der Verfügungsanspruch ergibt sich aus § 821 Abs. 2 BGB i.V.m. § 185 StGB. Der Verfügungsbeklagte hat den Verfügungskläger in dem am ....Soweit der Verfügungsbeklagte die am Kaufgeschäft beteiligten Personen mit einem übergroßen Kopf und einem unterdimensionierten Hirn dargestellt hat, gilt das Gleiche. Der Verfügungskläger wird in dieser bildhaften Darstellung als dumm und dämlich hingestellt, was seine Ursache in einer anormal minimierten Gehirnmasse hat. Die Ausführungen und die bildhafte Darstellung ist auch nicht durch das Grundrecht der Meinungs- und Kunstfreiheit gemäß Art. 5 Abs. 1, Abs. 3 GG gedeckt. Die Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 Abs. 1 GG findet ihre Grenzen in den allgemeinen Gesetzen, wozu auch § 185 StGB zu zählen ist. Was die Kunstfreiheit gemäß Art. 5 Abs. 3 GG anlangt, so überwiegt im vorliegenden Fall jedenfalls der Ehrenschutz, der dem Verfügungskläger grundrechtlich zu gewähren ist, dem Recht auf freie künstlerische Darstel1ung in einem Maße, dass das Grundrecht aus Art. 5 Abs. 3 .GG hinter dem Anspruch auf Achtung der Persönlichkeit zurücktreten muss. Auf die Frage, ob und in welchen Grenzen dem vom Verfügungsbeklagten verfassten, in kindlich anmutenden Dialogen aufgebauten Artikel überhaupt der Anspruch auf Kunstfreiheit zugestan-den werden kann, braucht daher nicht näher eingegangen zu werden. Bei der Bezeichnung “terroristische Schläfer“ handelt es sich dem Inhalt nach um eine dem Leser erkenn-bare nicht ernst gemeinte Überzeichnung. Der Verfügungsbeklagte hat innerhalb des von ihm, frei erfun-denen Gesprächs eine bewusst ins groteske abgleitende Vermutung dahin geäußert, dass der Verfügungs-beklagte zu dieser Gruppe gehören könnte. Ersichtlich war diese Bemerkung jedoch nicht ernst gemeint, sondern in eine skurrile Übertreibung gekleidet.  Unterlassungsanspruch gemäß §§ 1004 analog, 823 Abs. 1, Abs. 2 BGB iVm. § 185 StGB gegen den Verfügungsbeklagten zu. Denn die streitgegenständlichen Äußerungen verletzten den Verfügungskläger in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und in seiner Ehre. Der Verfügungskläger sei von den Äußerungen persönlich betroffen, da eingangs des Threads erklärt werde, dass unter (...) der Verein (...) zu verstehen sei, dessen Gründungsmitglieder mit dem Vornamen (...) und (...) benannt würden und im Zusammenhang mit dem Verweis auf die Internetseite des Vereins klar würde, dass der Verfügungskläger sich hinter (...) verberge. Der Verfügungsbeklagte hafte als Störer gemäß §§ 823, 1004 BGB analog auf Unterlassung. Denn er sei als Host-Provider Teledienstbetreiber gemäß § 3 Satz 1 Nr. 1 TDG, da er mehrere Foren unter der Internet-domain (...) betreibe. Er habe nicht substantiiert dargelegt, dass er seiner Verpflichtung zur unverzüglichen Löschung nach Kenntnisnahme nachgekommen sei. Verpflichtung zur Überwachung folge daraus, dass technisch das Erscheinen der beleidigenden Postings nicht habe verhindert werden können. Insbesondere habe die Sperrung der IP-Nummern nicht ausgereicht, da von einem anderen Computer bzw. unter Verwendung eines Anonymisiererprogramms erneut beleidigende Inhalte hätten gepostet werden können. Da das Forum auch unregistrierten Nutzern zur Verfügung gestanden habe, sei eine Sperrung der Pseudonyme Es kann dahingestellt bleiben, ob es sich bei den streitgegenständlichen Äußerungen um Meinungsäußerungen oder Tatsachenbehauptungen handelt. Ebenso kann offen bleiben, ob die Äußerungen ehrverletzenden Charakter haben, woran allerdings nach Auffassung des Senats kein Zweifel besteht. Denn gegen den Verfügungsbeklagten besteht als bloßer Betreiber des Internetforums, der unstreitig die streitgegenständlichen Äußerungen nicht selbst in das Internet eingestellt hat und deshalb nur nach den Grundsätzen der Störerhaftung in Anspruch genommen werden kann, kein Unterlassungsanspruch, da nicht davon auszugehen ist, dass er trotz Kenntnisnahme als Telediensteanbieter anzusehen. Nach dieser Vorschrift ist Diensteanbieter, wer eigene oder fremde Teledienste zur Nutzung bereit hält oder den Zugang zur Nutzung vermittelt. Hierunter fallen auch die Betreiber sogenannter Host Provider, worunter auch die Angebote von Diskussionsforen zu verstehen sind (Spindler in: Spindler/Schmitz/Geis, TDG, § 3 TDG Rdn. 10). Telediensteanbieter ist der Verfügungsbeklagte gemäß § 8 Abs. 2 Satz 2 TDG der allgemeinen Störerhaftung auch für fremde Inhalte, die er sich nicht zu eigen gemacht hat, unterworfen. Er kann sich hinsichtlich des hier streitgegenständlichen Unterlassungsanspruchs nicht auf die Regelungen der §§ 9-11 TDG berufen, da diese auf die Störerhaftung keine Anwendung finden (Spindler a.a.O., Rdn. 16 zu § 8 TDG); insbesondere greift die Haftungsprivilegierung des § 11 TDG gegenüber Unterlassungsansprüchen nicht (BGH, Urteil vom 11. März 2004 – I ZR 304/01, MMR 2004, 668 [669/670]). Der Umfang der dem Diensteanbieter obliegenden Prüfungspflichten bestimmt sich nämlich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (BGH a.a.O S. 670 m.w.Nw.). Entscheidend sind mithin die Umstände des Einzelfalles, wobei die betroffenen Rechtsgüter, der zu betreibende Aufwand und der zu erwartende Erfolg in die vorzunehmende Abwägung eingestellt werden müssen. Dabei kann sich der Diensteanbieter nicht von vornherein auf den erheblichen Aufwand angesichts des massenhaften Datenverkehrs berufen noch kann jede Rechtsgutverletzung einen immensen Kontrollaufwand erfordern. Es ist vielmehr danach zu fragen, inwieweit es dem als Störer in Anspruch Genommenen technisch und wirtschaftlich möglich und zumutbar ist, die Gefahren von Rechtsgutverletzungen zu vermeiden, welche Vorteile der Diensteanbieter aus seinen Diensten zieht, welche berechtigten Sicherheitserwartungen der betroffene Verkehrskreis hegen darf, inwieweit Risiken vorhersehbar sind und welche Rechtsgutverletzungen drohen (Spindler a.a.O, Rdn. 23 zu § 8 TDG). Nach diesen Kriterien vermag der Senat eine weitergehende Prüfungspflicht des Verfügungsbeklagten nicht zu erkennen. Dabei verkennt der Senat nicht, dass aufgrund der Häufung von Verletzungen des Persönlichkeitsrechts und der Ehre des Verfügungsklägers auch für den Verfügungsbeklagten erkennbar war, dass ein Risiko künftiger weiterer Rechtsverletzungen bestand. Die Rechtsverletzungen stellen sich auch als massiv dar, da die Ehre des Verfügungsklägers in erheblichem Maße und wiederholt in den Schmutz gezogen worden ist. Auch in Ansehung dieser Umstände spricht jedoch zum einen entscheidend gegen die Annahme weiterer Prüfpflichten, dass der Verfügungsbeklagte als nicht professionellen Forumsbetreiber tätig war, der – soweit ersichtlich - in keiner Weise von dieser Tätigkeit wirtschaftlich profitierte. Dies unterscheidet den vorliegenden Fall von dem durch Urteil des BGH vom 11. März 2004 (MMR 2004, 668) entschiedenen Fall, bei welchem die Vorsorgepflichten des beklagten Internet-Auktions-Anbieters maßgeblich unter bezug auf dessen Provisionsinteresse hergeleitet wurden. Zum anderen ist nicht ersichtlich, wie mit zumutbaren Aufwand der Verfügungsbeklagte Vorsorge gegen weitere Rechtsgutverletzungen hätte treffen können. Wirtschaftlich war es unzumutbar, Mitarbeiter in ausreichender Zahl zu beschäftigen, die das gesamte Forum mit seinen verschiedenen Diskussionsforen rund um die Uhr hätten überwachen können. Technisch war die Sperrung der IP-Nummern nicht geeignet, weitere Rechtsverletzungen zu vermeiden, wie der tatsächliche Umgehungserfolg zeigt. Eine Sperrung der Pseudonyme war praktisch ungeeignet, da Pseudonyme gewechselt werden können. Eine Suche nach bestimmten Kennworten ("Pornokönig", "dumm" etc.) mag technisch ohne großen Aufwand realisierbar und bei Markenrechtsverletzungen auch sinnvoll sein, ist aber angesichts der unübersehbar großen Möglichkeiten, Äußerungen ehrverletzend zu formulieren, bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen ersichtlich ohne großen praktischen Sinn. d. Nach diesen Grundsätzen traf den Verfügungsbeklagten daher nur die Pflicht, ihm bekannt gewordene Beiträge rechtsverletzender Art unverzüglich zu löschen (vgl. dazu Burckhardt in Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., § 10 Rdn. 243). Dass er diesen Anforderungen nicht Genüge getan hat, ist nicht hinreichend substantiiert vorgetragen bzw. glaubhaft gemacht. Dem Anspruchsteller, der die beanstandeten Äußerungen kennt und zu lokalisieren vermag, ist es auch ohne Weiteres möglich und zumutbar zu prüfen, ob die Äußerungen sich noch zu dem Zeitpunkt in dem Forum befinden, in dem er den Forumsbetreiber auf sie aufmerksam macht. Befinden sich die Äußerungen zum Zeitpunkt der Kenntnisnahme nicht mehr im Forum, kann die Verpflichtung zur Löschung des Beitrags denknotwendigerweise auch nicht mehr entstehen. Die Beweislast für die Erfüllung der einmal entstandenen Löschpflicht wird indes aus praktischen und dogmatischen Gründen beim Forumsbetreiber liegen müssen. Denn diesem ist es ohne Weiteres möglich, den Löschzeitpunkt zu dokumentieren und gegebenenfalls zu beweisen, indem er Zeugen hinzuzieht oder je nach den technischen Möglichkeiten ein Protokoll über die Löschung erstellt, wohingegen der Anspruchsteller fortlaufend das Forum überwachen müsste. Außerdem dürfte es sich bei der Erfüllung der dem Forumsbetreiber obliegenden Pflicht um eine anspruchsvernichtende Tatsache handeln. Vorliegend führt die Anwendung dieser Grundsätze dazu, dass bereits der anspruchsbegründende Tatbestand nicht hinreichend vorgetragen bzw. glaubhaft gemacht worden ist.

 

 

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